Gelungener Rückrundenauftakt
Verfasser: A. Delzeit (www.fsv02.de)
Mit am Ende 3 durchaus verdienten Punkten im Gepäck starteten die FSV-Damen erfolgreich beim SV Hafen Rostock in die zweite Hälfte der Saison. Nach dem Unentschieden im Hinspiel wollte man dieses Mal durchaus mehr, sodass die vorgegebene Taktik "Angriff" lautete. Doch anfangs war davon leider nicht viel zu sehen. Im Gegenteil: Der FSV ließ sich immer wieder von den Hafen-Damen recht weit zurück drängen und hatte mit dem Unterbinden der Angriffsbemühungen alle Hände voll zu tun. Doch allmählich konnte auch der FSV kleine Nadelstiche nach vorn setzen. Und einer davon stach: In der 12. Minute erkennt Lena Schultz nach einem abgewehrten Ball, dass die Hafen-Torfrau ein Stück zu weit aus ihrem Kasten kam und lupfte aus ca. 20m das Leder sehenswert in die Maschen.
Der Führungstreffer gab nun endlich etwas Sicherheit und es entwickelte sich ein recht offener Schlagabtausch. Die schnellen Außenspielerinnen von Schwerin konnten immer wieder ihre Schnelligkeit ausspielen und gefährlich vor dem 16er der Hafen-Damen auftauchen. Doch wirklich zwingende Gelegenheiten zu einem beruhigenden 2:0-Vorsprung wollten sich nicht bieten. Stattdessen musste die FSV-Abwehr inkl. der gut aufgelegten Torfrau Martina Gröger immer wieder gefährliche Aktionen vor dem eigenen Tor bereinigen. Mit der knappen 1:0-Führung ging es dann in die Halbzeitpause.
Die zweite Hälfte begann für die FSV-Damen besser als die erste, mit dem 1:0 im Rücken herrschte nun etwas mehr Sicherheit. Nach einer frühen Ecke für den FSV konnte Hafen zunächst per Kopf klären, doch Sandra Willems stand genau richtig und konnte den gemeinschaftlichen Tiefschlaf der Hafen-Abwehr nutzen und den Ball unbedrängt zum 2:0 in die Maschen hauen. Erleichterung machte sich breit und schon lief es sich natürlich auch etwas leichter. Doch auch ein 2:0 war ein gefährliches Ergebnis, denn Hafen gab sich natürlich nicht auf. Immer wieder machten sie Druck vor dem Schweriner Strafraum. Doch entweder konnte letztlich noch geklärt werden, oder es haperte an der Rostocker Abstimmung im Sturm. Mit zunehmender Spielzeit lautete dann die Taktik "sicher verteidigen" und Schwerin beschränkte sich mehr oder weniger auf Konter - durch die sich dann gar noch gute Möglichkeiten zum Erhöhen ergaben - doch das wäre dann wohl des Guten zuviel gewesen.
Am Ende stand ein durchaus verdienter, aber auch schwer erkämpfter Auswärtssieg - erreicht durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.
FSV 02 Schwerin: M. Gröger, U. Schutrak, F. Koop (M. Dobber), S. Passow, J. Russ, F. Erdner, L. Schultz, K. Winkelsesser, L. Oldenburg, M. Keding (L. Kurow), S. Willems
Tore: S. Willems, L. Schultz
Unglückliche Niederlage gegen Schwerin
Verfasser: K.W. (www.svhafen-frauenfussball.de)
„Im Fußball zählen am Ende nur die Tore“ so die sichtlich enttäuschten Trainer des SV Hafen Rostock. Dabei können sie Ihrer Mannschaft wenig vorwerfen, wenn überhaupt, dass sie die Torchancen wieder einmal liegen ließen. Hafen mit der klar besseren Spielanlage und einen hohen Anfangstempo beherrschte die Partie von Beginn an, aber die Führung erzielte Schwerin bereits in der 10. Spielminute nach einem kapitalem Fehler in der Innenverteidigung und nach einem Traumtor aus 20 Metern. Der Gastgeber blieb davon allerdings unbeeindruckt und spielte weiterhin forsch auf den Ausgleich – allein 5 Hochkaräter durch Susanne Schaar und Denise Dräger blieben allerdings alle ungenutzt.
In der 2. Halbzeit wollten die Hafen-Frauen schnell den Ausgleich erzielen aber mit der 3. Torchance machte der Gast aus der Landeshauptstadt in der 50. Spielminute das 2. Tor. Nach einer Ecke köpfte Mariana Rakow den Ball genau vor die Füße der Gegenspielerin und diese hatte alle Zeit der Welt die Kugel einzuschieben, da die komplete Rostocker Abwehrreihe dabei im Tiefschlaf war. Schwerin verteidigte diese komfortable Führung in der Folgezeit exzellent und setzte den ein oder anderen Nadelstich. Hafen spielte weiterhin guten Fußball, doch war nun meistens spätestens an der Strafraumgrenze schluss. Die Rostockerinnen mussten zum Schluss dem hohen Tempo in der 1. Halbzeit Tribut zollen und erspielten sich keine nennenswerte Torschance mehr.
Am Ende sprang die 1. Niederlage gegen Schwerin seit mehr als 3 Jahren heraus und die Hafen-Frauen scheiterten dabei nur an sich selber. Der Gast glänzte mit einer absoluten Effektivität, die der SVH wie schon so oft in dieser Saison vermissen ließ.
„Wir haben eine tolle 1. HZ gespielt“, so Hafen-Trainer Gerald Blümel „ und das 2:0 kurz nach Wiederanpfiff spielte Schwerin natürlich absolut in die Karten. Wir wussten, dass wir gegen Schwerin Torchancen bekommen werden, aber die musst du dann halt auch irgendwann mal nutzen. 70 % Ballbesitz sind am Ende nichts wert. Trotzdem Kompliment an meine Mannschaft für die gezeigte Leistung!“