In Güstrow mit einem blauen Auge davon gekommen
Verfasser: F. Gille (www.fsv02.de)
Am Sonntag mussten die Damen des FSV 02 Schwerin beim Güstrower SC antreten. Gewarnt durch die zuletzt guten Ergebnisse der Güstrowerinnen, wollte man dieses Spiel keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.
Die erste dicke Chance im Spiel hatte bereits in der 1.Spielminute der FSV 02. Luca Oldenburg schloss jedoch etwas überhastet ab, so dass die Güstrower Torfrau keine Mühe hatte, den Ball zu halten. In der Folge übernahm die FSV-Damen das Zepter. Immer wieder spielte man sich sicher bis zum Güstrower Strafraum. Da war es dann aber auch vorbei mit der Herrlichkeit, zahlreiche gute Torchancen wurden nicht genutzt. Meistens scheiterte man an sich selbst. Entweder fehlte die letzte zündende Idee, die Entschlossenheit oder auch einfach die Konzentration. Im Gegenzug versuchten die Güstrower Damen, mit langen Bällen in die Spitze für Entlastung zu sorgen. Meist wurden diese Bälle jedoch eine sichere Beute der Schweriner Abwehr. So ging es trotz optischer Überlegenheit und einem deutlichen Chancenplus für die Schwerinerinnen torlos in die Halbzeit.
Nach dem Wiederanpfiff erwischte der FSV einen Start nach Maß. Einen Pass von Lena Schultz kann Luca Oldenburg zum 1:0 für die Damen aus Schwerin veredeln. Jetzt schien der Knoten geplatzt zu sein. Bereits in der 50. Minute hatte Franziska Erdner die Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, ihr Schuss ging jedoch über den Kasten. Nur 3 Minuten später die nächste große Gelegenheit. Unbedrängt läuft Sandra Willems auf die Güstrower Torfrau zu, scheitert aber an dieser. Aber auch Güstrow bleibt gefährlich. Gelingt es Martina Gröger im Schweriner Tor in der 56.Minute noch, den Ball zu halten, muss sie 8 Minuten später leider hinter sich greifen. An der Strafraumgrenze wird die Güstrower Stürmerin nicht energisch genug gestört, und kann mit einem hohen Ball zum 1:1 ausgleichen. Güstrow witterte jetzt seine Chance, und der FSV 02 schien den Faden zu verlieren. Glücklicherweise fing man sich bereits wenige Minuten später wieder. Aber immer wieder werden gute Gelegenheiten vergeben. Bis zur 82.Minute. Wiederum ist es Lena Schultz, die nach klasse Vorarbeit auf Franziska Erdner ablegt. Bei dem Versuch, den folgenden Schuss abzuwehren, fälscht eine Güstrower Spielerin den Ball ins eigene Tor ab. In der 88.Minute dann die letzte Aktion vor dem Schweriner Tor. Martina Gröger spielt jedoch gut mit und hat keine Mühe zu klären.
Am Ende ein hochverdienter Sieg für die Gäste aus Schwerin. Das große Manko war heute die Chancenverwertung. War man eine Woche vorher in Rostock an Effektivität kaum zu überbieten, so wurden heute Torgelegenheiten gleich reihenweise liegen gelassen. Dennoch hat die Mannschaft eine tolle Moral bewiesen und nach dem überraschenden Ausgleich zurück ins Spiel gefunden.
FSV 02 Schwerin: M. Gröger, M. Dobber, S. Passow, J. Russ, U. Schutrak, F. Erdner, L. Schultz, L. Oldenburg, L. Kurow, M. Keding, S. Willems
Tore: L. Oldenburg, F. Erdner
Gegen Tabellenzweiten gut mitgespielt
Verfasser: A. Schwartz (www.fussball.gsc09.de)
Ausgerechnet ein unglückliches Eigentor entschied am vergangenen Wochenende das Spiel der Güstrower Fußball-Damen gegen den Tabellenzweiten FSV Schwerin. Nur zehn Minuten
vor dem Spielende beförderte Wibke Wawerek einen für das Güstrower Tor eigentlich wenig gefährlichen Ball bei ihrem Rettungsversuch ins eigene Tor und ließ Torhüterin Mareike Voß bei dieser Aktion keine Abwehrchance. Dabei hatten die GSC-Damen dem haushohen Favoriten bis Dato sehenswert und aufopfernd Paroli geboten, sodass ein Leistungsunterschied beider Teams über weite Strecken des Spiels nicht auszumachen war.
Dabei hätte es Sekunden nach dem verspäteten Anpfiff - welchen kurzerhand Frank Maas von sich gab, da der angesetzte Schiedsrichter dem Spiel fern blieb - fast eine bitterböse Überraschung für das Team von GSC-Coach Bernd Maske gegeben. Während sein Team mit den Köpfen anscheinend noch in der Kabine schien, prüfte der FSV Schwerin erstmals das Können von GSC-Schlussfrau Voß. Im Anschluss entwickelte sich jedoch ein in dieser Form überraschend offenes Spiel, in dem sowohl die Barlachstädterinnen als auch der Tabellenzweite aus Schwerin durchaus Möglichkeiten hatte in Führung zu gehen. Trotz des Fehlens zweier Offensivstammkräfte (Kühnert, Schwartz) versteckten sich die Güstrower in der Vorwärtsbewegung keineswegs und setzten vor allem in Form von Juliane Plückhahn und Carolin Schwaß immer wieder gute Akzente. Während erstgenannte in der 13. Spielminute bei ihrem Alleingang erst in Höhe des gegnerischen Sechzehnmeterraumes gestoppt werden konnte, setzte sich Schwaß nach einer halben Stunde sehenswert auf dem rechten Flügel durch, fand für ihre halbhohe Flanke jedoch keinen Abnehmer. Die wohl beste Möglichkeit hatte Carolin Schwaß jedoch unmittelbar vor dem Seitenwechsel, als sie den Ball aus aussichtsreicher Position knapp über den Querbalken setzte (40.).
Wir bereits nach dem Anpfiff der Partie agierten die Schwerinerinnen auch zu Beginn der zweiten Halbzeit wesentlich dynamischer und ballsicherer als die Gastgeberinnen. Folgerichtig konnten sie diese Überlegenheit nach noch nicht einmal zwei Minuten in den Führungstreffer ummünzen. Die Schweriner Stürmerin hielt dabei nahezu die gesamt GSC-Defensive zum Narren und hatte im Anschluss keine Mühe das Leder im linken Toreck unterzubringen (47.). Nur Augenblicke später hatten die Gastgeberinnen hingegen großes Glück, als der FSV aus dem mangelhaften Stellungsspiel von Libero Silke Krakow kein Kapital schlug und Torhüterin Voß mit einer sehenswerten Fußabwehr stark parierte (51.). Während die Schwerinerinnen auch in der Folgezeit mit ihrer desolaten Chancenverwertung haderten, schlug der GSC auf der Gegenseite überraschend zurück. Nach einer Kopfballvorlage von Schwaß zögerte Juliane Plückhahn nicht lange und schlenzte das Spielgerät aus 15 Metern in das gegnerische Tor. Danach witterten die mittlerweile wieder gleichwertigen Güstrowerinnen noch einmal Morgenluft und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit dem Team aus der Landeshauptstadt. Das Quäntchen Glück hatten am Ende jedoch die Schwerinerinnen, die in der 80. Spielminute jedoch von dem bereits angesprochenen Eigentor durch Güstrows Linksverteidigerin Wibke Wawerek profitierten. Lediglich unmittelbar vor dem Abpfiff hatte der GSC noch eine Gelegenheit dem FSV doch noch ein Unentschieden abzutrotzen, die gut mitspielende Schweriner Schlussfrau machte diese Hoffnung allerdings zu Nichte und bescherte ihrem Team mit diesem Sieg die Tabellenführung.