2:2 gegen Hafen Rostock - gelungener Saisonauftakt

Verfasser: Anika Delzeit (www.fsv02.de)

Wie schon in der letzten Saison zogen die Damen des FSV 02 Schwerin erneut das schwere Los: Auftaktspiel gegen den SV Hafen Rostock. Nach einem spielfreien ersten Punktspielwochenende stand nun also die erste Standortbestimmung bevor. Nach zahlreichen und schwerwiegenden Abgängen in der Sommerpause war die Spannung umso größer. Doch schon die erste Viertelstunde ließ die größten Zweifel schwinden. So kamen die Mädels aus der Landeshauptstadt durchaus gut ins Spiel und nahmen von vornherein die Zweikämpfe sehr gut an - dies sollte bis zum Schluss der ausschlaggebende Faktor bleiben. Die Schwerinerinnen erspielten sich gegen eine scheinbar nervöse Rostocker Mannschaft sehr gute Chancen, wussten diese jedoch nicht zu nutzen - noch nicht. Nach einem gut in den Strafraum getretenen Eckball in der 25. Minute verfehlte zunächst Franka Schmallowsky denkbar knapp den Ball, doch die dahinter gut postierte Luca Oldenburg stand goldrichtig und wuchtet den Ball per Kopf in die lange Ecke - der absolut verdiente Führungstreffer! Doch auch Hafen erspielte sich die ein oder andere gefährliche Situation, welche jedoch in der Not von der gut parierenden Torhüterin Anja Zach gestoppt wurden. Der Neuzugang auf Seiten der Schwerinerinnen spielte immer wieder gut mit und warf sich mutig in die entscheidenden Zweikämpfe. Auf der Gegenseite erspielten sich die FSV-Damen weiterhin einige aussichtsreiche Chancen, die z.T. aus schwer zu erklärenden Gründen in nichts Zählbares umgemünzt werden konnten. Das sollte sich früher oder später rächen - leider früher als spät. Aus stark abseitsverdächtiger Position erzielte Hafen in der 35. Minute den Ausgleich und bestätigte damit die gewohnte Gefährlichkeit. Doch davon ließen die Schwerinerinnen sich kaum schocken und setzten ihr zweikampfstarkes, jedoch ebenso immer wieder von Fehlpässen geprägtes Spiel bis zum Halbzeitpfiff fort.
Nach der Pause kam Hafen etwas besser ins Spiel. Die klaren Torchancen auf Seiten des FSV ließen in der Anzahl nach. Trotz optischer Überlegenheit konnten sich die Schwerinerinnen keinen echten Vorteil erspielen. Teilweise prägte mehr Kampf als spielerische Raffinesse die Partie. Immer wieder schlichen sich teils gravierende Fehlpässe ins Spiel ein und in der 52. Minute dann ein Foul an einer Rostockerin gefährlich in Strafraumnähe. Den somit fälligen Freistoß versenkte die Hafen-Spielerin zielsicher im Schweriner Tor. Ein überraschender Rückstand, spielte man doch selbst immer wieder auf den Führungstreffer. Frischen Wind brachte dann die eingewechselte Hendrikje Suhr. Nach einem erneuten sehenswerten Vorstoß über die rechte Seite durch die blendend aufgelegte Luca Oldenburg konnte die Hafen-Torhüterin zunächst ihren Abschluß noch mit einer guten Parade abwehren, doch Hendrikje Suhr ahnte diese Situation und konnte den Nachschuss zum umjubelten Ausgleich über die Linie bringen (70.). Der Siegtreffer wollte dann auf beiden Seiten - auch aufgrund schwindender Kräfte nach einem aufreibenden Spiel - nicht fallen und so blieb es am Ende beim 2:2-Unentschieden.
Fazit: Betrachtet man das gesamte Spiel, wäre ein Sieg der Schwerinerinnen absolut verdient gewesen, doch die an diesem Tag schlampige Chancenverwertung machte den idealen Saisonstart mit einem Sieg über den letztjährigen Landesmeister zunichte. Auch im Passspiel und in der Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen gibt es viel Verbesserungspotenzial. Dagegen überzeugten die FSV-Damen mit absolutem Ehrgeiz und gutem Zweikampfverhalten. Auch das Herausspielen vieler hochkarätiger Chancen war so mit dem relativ neuen Team und gegen einen starken Gegner wie Hafen Rostock nicht unbedingt zu erwarten.

Trainer Frank Gille: "Nach der nicht optimalen Vorbereitung bin ich mit der Leistung der Mannschaft zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison zufrieden. Dennoch gibt es gerade im Passspiel und im Spielaufbau noch viel zu verbessern."

 

FSV 02 Schwerin: A. Zach, F. Schmallowsky, J. Russ, U. Schutrak, S. Passow, L. Oldenburg, F. Erdner, L, Schultz, S, Willems (H. Suhr), S. Krengel, K. Winkelsesser
Tore: L. Oldenburg, H. Suhr


Hafen-Frauen entführen glücklichen Punkt aus der Landeshauptstadt

Verfasser: Mölli und Kris (www.svhafen-frauenfussball.de)

Vizemeister gegen Landesmeister, FSV 02 Schwerin gegen SV Hafen Rostock – dieses Spiel versprach alles und hielt davon fast gar nichts!

Beide Mannschaften zeigten ein nervöses und fahriges Spiel mit vielen Fehlern hüben wie drüben. Schwerin aber definitiv mit der besseren Anfangsphase, denn sie gewannen fast alle  Zweikämpfe. Folgerichtig hieß es nach 25 Minuten 1:0 für die Heimmannschaft. Einen Freistoß von der linken Seite, zum Elfmeterpunkt getreten, verwandelte Luca Oldenburg sehenswert per Kopf zur Schweriner Führung. Wie aus dem Nichts schafften die Hansestädterinnen den Ausgleich. Aus abseitsverdächtiger Position legte Susanne Schaar rechts auf Mariana Rakow, die keine Probleme hatte, die gegnerische Torfrau zu umkurven und den Ball in der 30. Minute  einzunetzen. Nach einigen Schweriner Chancen, die teilweise stark von Torfrau Ann-Christin Klawitter gehalten wurden, ging es für Hafen glücklich mit einem 1:1 in die Pause. Trainer Gerald Blümel wechselte notwendigerweise den linken Innenverteidiger, dadurch stand der SVH hinten fortan sicherer. Die Rostockerinnen konnten sich anfangs der zweiten  Halbzeit ein leichtes Übergewicht erarbeiten. In der 52. Minute wurde Susanne Möller in aussichtsreicher Position gefoult. Den fälligen Freistoß versenkte Sabrina Utes stark zur überraschenden Gäste-Führung. Hafen spielte immer noch keinen guten Fußball, Schwerin war in der 2. Hälfte aber auch nicht besser. So bedurfte es schon zwei krasse Abwehrschnitzer unmittelbar nacheinander, so dass der Gastgeber, nicht unverdient, durch die gerade eingewechselte Hendrikje Suhr in der 70. Minute, zum 2:2 Ausgleich kam. Bei Schwerin ließen zum Ende deutlich die Kräfte nach. Hafen fehlte es heute aber an so vielem, dass trotz einer Riesenchance kurz vor Schlusspfiff durch Stürmerin Susanne Schaar, kein Kapital mehr daraus geschlagen werden konnte.

Trainer Gerald Blümel zum Spiel: “Wir haben einen ganz glücklichen Punkt geholt. Über die gesamte Spielzeit haben wir kaum die Zweikämpfe angenommen. Dadurch konnten die Schwerinerinnen uns ihr Spiel aufzwingen. ”

Der SV Hafen Rostock kehrt aufgrund der glücklichen ersten Halbzeit vom Ergebnis her nicht unzufrieden an die Ostsee zurück. In der kommenden 3-wöchigen Spielpause gilt es nun im Training, vor allem die Ballmitnahme und das Zweikampfverhalten zu verbessern.

Erst am 25.09.2011 spielen die Hansestädterinnen wieder um Punkte und treffen dann zu Hause um 14:00 Uhr auf den Güstrower SC 09.

Aufstellung: Klawitter – Gaede, Kramer, Dickow (46. min Strelow), Geß – St. Möller (76. min Bohnenstengel), Leisner – Rakow (90. min Duty), Su. Möller, Utes – Schaar