Sieg in letzter Sekunde

Quelle: www.fsv02.de (A.D.)

Am vergangenen Sonntag empfingen die FSV-Damen den Favoritenschreck Rostocker FC in der Verbandsliga. Die Schwerinerinnen begannen äußerst schwungvoll und bereits in der ersten gespielten Minute gab es die erste dicke Möglichkeit für L. Oldenburg, doch die Torfrau konnte ihren Schuss parieren. Nur zwei Minuten später die nächste Großchance, die ebenfalls in den Armen der Torfrau des RFC landete. Trotz dieser sehr überlegenen Anfangsphase fand der Ball einfach nicht den Weg ins Tor und so verflachte Partie zusehends. Der RFC konnte sich allmählich fangen und fand selbst besser ins Spiel. Das Geschehen verlagerte sich nun immer wieder in die Hälfte der Gastgeberinnen, sodass sich mehr und mehr ein offenes Spiel entwickelte. Doch es sollte noch immer nichts Zählbares für beide Seiten herausspringen – auch der FSV konnte seine Gelegenheiten nicht in Tore ummünzen.
Nach der Halbzeit begannen die Landeshauptstädterinnen erneut druckvoll, die Offensivabteilung lief auf Hochtouren. Doch immer wieder gab es zu viele einfache Ballverluste, bzw. keine klaren Zuspiele direkt vorm Tor. Viel ging über den Kampf, spielerisch ging es noch zögerlich zur Sache. Auch dem RFC boten sich immer wieder gute Konterchancen, sodass auch die Schweriner Torfrau nicht ohne Arbeit blieb. Mit zunehmender Spieldauer mussten dann die RFC-Damen dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen, sodass die Schwerinerinnen sich wieder ein Chancenplus erspielen konnten. Der RFC kam nun nur noch selten zu Entlastungsangriffen und die Schwerinerinnen schnürten die Rostockerinnen immer wieder in der eigenen Hälfte ein. Doch noch immer wollte der erlösende Treffer nicht fallen, wirklich zwingende Chancen blieben aus. Es dauerte bis zur 87. Minute: Die erneut stark agierende L. Oldenburg spielte den idealen Pass in die Spitze, wo S. Krengel den Ball ideal mitnehmen und ihn anschließend im Tor unterbringen konnte. Nach einer letzten Schrecksekunde vor dem Schweriner Tor konnte A. Zach den Sieg festhalten.

FSV 02 Schwerin: A. Zach, S. Passow, U. Schutrak, J. Russ, A. Kattenberg, L. Oldenburg, L. Schultz, K. Winkelsesser, F. Schmallowsky, M. Keding (80. J. Rutz), H. Suhr (58. S. Krengel)


Quelle: www.rfc-1895.de

Im Nebel am Lambrechtsgrund verloren die Frauen des Rostocker FC in einem Duell auf Augenhöhe durch ein Tor in der 86. min.

Am 8. Spieltag reisten der Tabellenzweite RFC zum Drittplatzierten FSV Schwerin 02. Schon von der ersten Minute an zeigten sich beide Mannschaften in einem offenen Schlagabtausch. In den ersten halben Stunde konnten sich die Spielerinnen aus der Landeshauptstadt ein leichtes Chancenübergewicht erarbeiten. Das dieses nicht in Tore umgemünzt wurde, war vor allen Dingen der Rostocker Torhüterin Hannah Timmann zu verdanken. Diese hatte einen bärenstarken Tag erwischt und vereitelte serienweise Chancen der Schwerinerinnen (1., 16., 20., 23., 35.min). Aber die Warnowstädterinnen hielten dagegen und erarbeiteten sich ebenfalls mehrere Torchancen, so tauchte Anna Stefan dreimal gefährlich vor dem Tor auf, scheiterte jedoch am Torwart oder blieb in der Abwehr hängen. Da auch die Standards auf beiden Seiten keine Erfolge brachten, ging es mit dem 0:0 in die Katakomben.

In der Halbzeitansprache mahnte Trainer Fölsch sein Team, sich nicht zu sehr von den Schwerinerinnen locken zu lassen und in Konter der Schweriner zu laufen.

Mit Zuversicht angesichts der bisherigen Leistung liefen die Warnowstädterinnen zur zweiten Halbzeit auf. Wieder schenkten sich beide Mannschaften nichts, im Spielaufbau zeigten die Rostockerinnen die schöneren Kombinationen, blieben dann aber wieder in der Abwehr hängen. Nach zwanzig Minuten verloren die Hansestädterinnen ein wenig den Faden, so dass sich das Spiel in ihren Strafraum verlagerte. Zumindest einen Punkt wollte man aber unbedingt mitnehmen und kämpfte sich wieder ins Spiel. In der 86. min verloren die Rostockerinnen in der gegnerischen Hälfte bei einem Einwurf den Ball und die Schwerinerinnen schalteten mit einem langen Ball nach vorn am schnellsten. Die sonst hellwache Rostocker Abwehr war einen Moment nicht auf dem Posten. Eine Spielerin konnte nicht mehr schnell genug rausrücken und hob das Abseits auf. So war der Weg für die Schweriner Stürmerin frei, die allein vor Hannah Timmann auftauchte, die dieses Mal machtlos war. Sie wurde von der Schwerinerin ausgespielt, die den Ball dann zum 0:1 einschob.

Robert Fölsch: „Ein tolles Spiel, was wir heute gesehen haben. Die Partie war ausgeglichen und stand auf Messers Schneide, jedes Team hätte sie zu jeder Zeit für sich entscheiden können.Es war abzusehen, dass das erste Tor dieses Spiel entscheiden würde. Leider reichte es am Ende nicht ganz.